Wer ist die RaWEG und was macht Sie?

Bereits in den siebziger Jahren hat man im Landkreis Ravensburg leere Glasflaschen und alte Zeitungen gesammelt. Organisiert haben dies in der Regel die Städte und Gemeinden, die, damals wie heute, für die Einsammlung des Mülls aus den privaten Haushalten zuständig sind.
Weil es bei der Wertstoffsammlung etwas zu verdienen gab - die Glashütte und auch die Altpapierhändler bezahlten marktabhängige Vergütungen - engagierten sich vor allem Vereine bei der Wertstoffsammlung. Mit der Verabschiedung der Verpackungsverordnung im Jahre 1991 änderte sich die Ausgangssituation. Das DUALE SYSTEM DEUTSCHLAND (kurz: DSD) wurde gegründet und suchte sich für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen aus Glas, Papier, Metall und Kunststoff geeignete Entsorgungspartner, meist private Entsorgungsfirmen.

Um die bereits gut funktionierenden Sammelsysteme zu erhalten und um sich ein weitgehendes Mitsprache - und Mitgestaltungsrecht zu sichern, "verbündeten" sich die Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreis) im Landkreis Ravensburg und gründeten im März 1993 die "Ravensburger Wertstofferfassungsgesellschaft mbH" (kurz: RaWEG mbH). Sie wurde Vertragspartner der DSD und verpflichtete sich, gegen Zahlung eines Entgelts bestimmte Mengen der verschiedenen Wertstoffe zu sammeln und zur Abholung bereitzustellen.

Mit Hilfe der Städte und Gemeinden sowie privater Subunternehmer ist es gelungen, gut funktionierende Erfassungssysteme (Wertstoffhöfe, Depotcontainer, Vereinssammlungen, Papiermonotonne, Rollende Wertstoffkiste) einzurichten, und über das DSD- Entgelt zu finanzieren. Die Leistungsvergütungen für die Städte und Gemeinden führten zu einer Entlastung der Müllgebührenhaushalte und damit auch des Geldbeutels der Bürger im Landkreis Ravensburg.

Auf Druck des Bundeskartellamtes musste die DSD in den Jahren 2003 und 2004 Ausschreibungsverfahren für die Entsorgungsaufträge im Bereich Glas und Leichtverpackungen (LVP = Kunststoffe, Verbundmaterialien, Metalle) durchführen. Die RaWEG konnte sich aufgrund der Ausschreibungsbedingungen, die nur von Entsorgungsbetrieben mit eigenem Personal und eigenen Fahrzeugen erfüllt werden konnten, an der Ausschreibung nicht beteiligen.

Seit Januar 2005 sammelt die RaWEG in eigener Zuständigkeit bzw. im Auftrag des Landkreises nur noch Altpapier und Elektronikschrott.
Mit der Glassammlung und -verwertung hat DSD die Fa. REMONDIS GmbH (früher RWE Umwelt bzw. Fischer- Recycling) in Ravensburg (Tel. 0751 / 36191-0) beauftragt. Die RaWEG organisiert in deren Auftrag die Vereinssammlungen.
Die Sammlung der LVP hat die Fa. Stark GmbH in Lindau (Tel. 08382 / 96790) übernommen. Die RaWEG wickelt in deren Auftrag die LVP- Sammlung an den kommunalen Wertstoffhöfen der Städte und Gemeinden ab.

Die Dualen Systeme haben den Auftrag für die Sortierung des LVP- Gemisches der Fa. Alba Oberschwaben in Bad Saulgau erteilt. Sie verfügt über eine sehr moderne, technisierte Sortieranlage, die problemlos das von den Bürgern gemischt im "RaWEG- Sack" angelieferte Material in die verwertbaren Fraktionen (Folien, Flaschen, Getränkekartons, Aluminium, Mischkunststoffe) trennen kann. Durch diese neue Sortiertechnik ist eine getrennte Anlieferung durch die Bürger nicht mehr erforderlich.

Mit dem Inkrafttreten des Elektronikgesetzes im März 2006 hat die RaWEG zusätzlich die Erfassung von Elektronikschrott (E-Schrott) übernommen.

Die RaWEG organisiert im Auftrag des Landkreises die Sammlung über die Wertstoffhöfe und Sammelstellen in den Städten und Gemeinden.

Die Bürgerinnen und Bürger können Ihren "Restmülleimer" zusätzlich entlasten und sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos an allen Wertstoffhöfen und Sammelstellen im Landkreis abgeben. Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik "Sammelsystem".

Wenn Sie Fragen zur E-Schrott- Sammlung haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Nitz unter der Telefon- Nr. 0751 / 85-2300, siehe auch Rubrik "Kontakt".